Luitpoldblock

Die Künstler

Die wichtigsten Gestalter ihrer Zeit versammelten sich im Café Luitpold. Die Zeichner des Simplicissimus gehörten dazu, wie Thomas Theodor Heine, Eduard Thöny, Olaf Gulbransson. Der »Café Luitpold Gruppe«, die aus der Münchner Künstlergenossenschaft hervorgegangen war, fühlten sich bis zu 31 Maler und Bildhauer zugehörig, darunter Stefan Csók, Georg Dehn, Franz von Defregger.
1911 etablierte sich der Kunsthändler Hans Goltz (siehe Abbildung) im Block, der in der ersten Etage in mutigen Ausstellungen die neuen Strömungen in der Bildenden Kunst zeigte und dafür oft angefeindet wurde. Er präsentiert die erste große Kunstausstellung mit Werken von Egon Schiele außerhalb Österreichs. Auch hatte er den Mut, den Blauen Reiter mit Wassiliy Kandinsky, Franz Marc, August Macke und Gabriele Münter zu fördern. Gegen den Protest der Etablierten stellte er Werke von Klee, Beeh, Grossmann und Seewald aus.

Die Abbildungen zeigen Dokumente aus dem Privatarchiv des Luitpoldblocks: Ein Titelblatt der Publikation »Der Blaue Reiter«, sowie die Frontansicht der Buchhandlung Ulrich Putze, die der Buch- und Kunsthändler Hans Goltz 1911 übernahm.