Die Säle
Feenpalast. Palastcafé. - Attribute, welche die schlossähnliche Pracht des Café Luitpold hinreichend darstellten, gab es kaum. Die Architekturen von Baumeister Otto Lasne waren selbst im Jahrhundert des Märchenkönigs gigantisch. Kein öffentliches Etablissement, so hieß es, besäße ein an Pracht und Größe vergleichbares Raumgefüge. Allein den Hauptsaal beschreibt ein Verehrer der imperialen Baukunst als dreischiffigen Hallenbau, der auf 38 Marmorsäulen ruht und den 42 Pilaster bis in eine Höhe von neun Metern tragen. Auch der Große Kramer-Saal erweckte den Eindruck, man tafle in einem Schloss höchster Rangordnung. Mit üppiger Verschwendung brillierten die Rokoko- und die Prinzensäle. Erwähnenswert der pompöse Billardsaal, mit 15 Spieltischen der größte seiner Zeit.
Die Säle galten als prachtvolle Kulisse für das gesellschaftliche Leben, was die Postkarte aus der Zeit um 1890 eindrucksvoll darstellet, wie auch die kolorierte Darstellung des Kuppelsaals, die 1936 aufgenommen wurde.
