MIT GLANZ
UND GLORIA

Der Feen-Palast

200 Jahre Luitpoldblock - ein Stück Münchner Kulturgeschichte

In diesem Jahr feiert nicht nur ganz München 200 Jahre Biergarten-Kultur – auch für uns gibt es Grund, groß zu feiern: 200 Jahre Luitpoldblock, den Joseph von Utzschneider, 1818 bis 1821 zweiter Bürgermeister Münchens, im Jahre 1812 erbauen ließ. Damit legte er früh den Grundstein für einen Branchenmix,von dem keiner ahnte, dass er sich als eine wirtschaftlich Erfolg versprechende Nutzungsform etablieren würde. Im Grundriss bis heute kaum verändert, entstand mit den „Utzschneider-Realitäten“ das erste Gebäude außerhalb der Stadtmauer, das schon damals zahlreiche Geschäfte beherbergte – neben Fraunhofers Optischem Institut, den Mechanischen Werkstätten von Liebherr und Werner auch eine Tabakfabrik, eine Glasmalerei-Schule sowie die lithographische Anstalt. Nicht zu vergessen die Brauerei mit eigenem Sudkeller: Utzschneider hatte seit 1810 Braurecht und gründete einen der ersten Biergärten am heutigen Maximiliansplatz an der Westseite des Luitpoldblocks. Die Fortschrittlichkeit des Hauses führen wir heute unter Erhalt seiner historischen Tradition weiter: 2010 nach umfangreichem Umbau erfolgreich wiedereröffnet, knüpft das Cafe Luitpold – einstmals „erstes Palastcafé Münchens“ seit 1888 – an Stil und Kultur eines Grand Cafés mit internationalem Anspruch an. In den letzten drei Jahren haben wir neben dieser behutsamen Revitalisierung das Gebäude intensiv saniert, die alte Bausubstanz in Form der früheren Granitfassade an der Brienner Straße freigelegt und damit einen zukunftsorientierten Weg eingeschlagen – auch als Wirtschaftsstandort für weitere 14 Einzelhandelsgeschäfte und 32 Büro- und Praxiseinheiten. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bestimmen dabei unser Handeln.

ZU ÖKOLOGIE

DER GROSSE AUFTRITT

Das Gehsteigcafé

1888. Das Cafe Luitpold öffnet seine Pforten

Vincent van Gogh malt seine Sonnenblumen in Arles. In London treibt Jack the Ripper sein Unwesen. Und in München? Da öffnet eines der größten und mondänsten Kaffeehäuser Euro­pas seine Pfor­ten: das Café Luitpold. Mit so großer Spannung ist das Ereignis erwartet worden, dass die Leute Eintritt zahlen, um das Etablis­sement besichtigen zu dürfen. Ein Kaffeehaus, das „mit aller­höchster Genehmigung den Namen des Regenten“ tra­gen darf, weckt hohe Erwartungen. Und tatsächlich, die Neugie­rigen sind schier überwältigt von den palastartigen Räumen, die sie da be­tre­ten: eine Architektur, die die Kaffeehauskultur adelt – und den Besucher gleich mit, sofern er nicht ohnehin blaublütig ist. ZUR KAFFEEHAUSKULTUR

PAUL BUCHNER

Paul Buchner

Ein Visionär für München

Das Luitpold wäre nicht, was es ist — ohne Paul Buchner. Mehr als 50 Jahre lang prägte er diesen geschichts-
trächtigen Ort, als Konditormeister, Geschäftsführer und Eigentümer, und führte den Bau aus seiner historischen Tradition in die Moderne. Mit großer Leidenschaft für Kaffeehaus-Kultur und feines Handwerk, mit viel Energie und Ausdauer machte Paul Buchner das nach dem Krieg zerstörte Haus, zusammen mit seiner Frau Marika, zu einem lebendigen Ort, zu einem Stück Münchener Stadt-geschichte. Das einst als „Palastcafé“ gerühmte Luitpold wurde dabei zu seinem Lebenswerk, wo Gastlichkeit, Muße, Zeit zum Flanieren und Verweilen stets den Takt vor-gaben. Viele Kreationen der hauseigenen Konditorei, der Palmengarten und seine Geschäfte — das alles trägt Paul Buchners Handschrift, die hier unverkennbar bleibt. Denn was in Erinnerung bleibt, geht nicht verloren.

KURZCHRONIK

Der Prinzen Saal

Eine bewegte Geschichte

1812 Geheimrat Joseph von Utzschneider errichtet das erste Gebäude außerhalb der Stadtmauer mit Brauerei und Biergarten. Später kommen Fraunhofers Optisches Institut, die Mechanischen Werkstätten von Liebherr und Werner, eine Tabakfabrik, eine Glasmalerei-Schule und Geschäfte hinzu.
ZUR CHRONIK

DAS LUITPOLD BUCH

Das Buch vom Cafe Luitpold - Bildband über das berühmte Kaffeehaus

Erstaunliche Geschichten und erlesene Rezepte

Das Buch über Münchner Kaffeehaustradition seit 1888. Ein ebenso unterhaltsam wie informativ verfasster Bildband über Kaffeehauskultur von gestern und heute. Erstaunliche Geschichten, geschrieben von Jutta Göricke, Fotografien von Matthias Haslauer sowie erlesene Rezepte von den Köchen und Konditoren des Cafe Luitpold.
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SAMMLUNG CAFE LUITPOLD

Prinzregent Luitpold

Überaus lohneswert ist der Besuch des Museums "Sammlung Cafe Luitpold".

Machen Sie eine große Tour durch Münchens vielleicht kleinstes Museum. Sonderführungen beginnen immer am ersten Dienstag eines Monats um 10 Uhr, reguläre Führungen stets dienstags um 11 Uhr. Eingang im EG links im Palmengarten vom Cafe kommend.
Öffnungszeiten täglich: 10 bis 19 Uhr
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ZEITREISE

Zeireise durch den Luitpoldblock

Informationstafeln berichten über gestern und heute

Ein Stück Münchner Kulturgeschichte. Erbaut durch Joseph von Utzschneider, als erstes Geschäftshaus vor den Toren Münchens, gründete er zudem auch zeitgleich einen Biergarten am heutigen Maximiliansplatz. Viele weitere Stationen der bewegten Jahre des Gevierts kann auf Informationstafeln rund um den Luitpoldblock erkundet werden und erlebt so eine interessante Zeitreise durch zwei Jahrhunderte.
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