Chronik des Luitpoldblocks

Die so facettenreiche Geschichte des Luitpoldblocks begreifen wir als Herausforderung für die Gegenwart und als Inspiration für die Zukunft. Auf diese Weise halten wir den Luitpoldblock in einer ruhigen, aber stetigen Bewegung. Wir geben Impulse, um eine erlebbare Vielfalt zu bieten.

  • 1812

    Wie es anfing

    Joseph von Utzschneider (1763-1840) erwirbt 1809 Grundstücke und Immobilien außerhalb der Münchner Stadtmauer, die er zu einem Gebäudekomplex zusammenführt. 1812 ist der klassizistische Bau fertig, dessen Grundriss schon weitgehend mit dem des heutigen Luitpoldblocks übereinstimmt. Hier entsteht das erste große Geschäftshaus mit Brauerei und Biergarten. Im Utzschneiderblock lassen sich im weiteren nieder: Fraunhofers Optisches Institut München, die Mechanische Werkstätte von Liebherr und Werner, eine Lithographische Anstalt, eine Tabakfabrik und eine Glasmalerei-Schule.

    Joseph von Utzschneider Luitpoldblock München Bürgermeister
  • 1825

    Die Knorr-Häuser

    Der Magistratsrat Angelo Sabbadini erwirbt das Anwesen für seinen Schwiegersohn Ludwig Knorr (1859-1921), einem Mitbegründer der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank. Von nun an ist der Gebäudekomplex bekannt als Knorr-Häuser.

    Knorr Häuser, 1812
  • 1826

    Vom Fürstenweg zur Brienner Straße

    Am 2. März wird der ehemalige Fürstenweg in Brienner Straße umbenannt.

    Luitpoldblock, Museum Sammlung Café Luitpold
  • 1886

    Bau eines Café-Restaurants durch Otto Lasne

    Der Unternehmer Heinrich Theodor Hoech (1845-1905) wird neuer Besitzer. Der Architekt Otto Lasne baut ein Café-Restaurant ein, stockt das Gebäude auf und gestaltet die Fassade im Stil der Neu-Renaissance.

    Luitpoldblock, 1888
  • 1888

    Das Palastcafé oder auch der Feenpalast genannt

    Das Café Luitpold öffnet seine Pforten. Die Gäste zahlen am Eröffnungstag, dem 1. Januar, Eintritt, um das Palastcafé im Luitpoldblock zu besichtigen. 2000 Menschen finden hier Platz - eine monumentale Bühne für die einzigartige Mischung aus Adeligen und Großbürgern, aus Künstlern, Studenten und einfachen Leuten, die das Café in den kommenden Jahrzehnten zu einem Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in München machen.

    Café Luitpold, Die große Säulenhalle, 1888
  • 1896

    Der Künstlertreff

    Schon im Eröffnungsjahr beschreibt der Baedeker das Café Luitpold als Künstlertreff. Es gibt sogar eine "Luitpold-Gruppe", Abtrünnige der Münchener Künstlervereinigung, die sich 1896 formieren. Mit von der Partie sind Georg Dehn, Franz Defregger, Ernst Ludwig Plass, Ernst Liebermann, Walter Geffcken und Eduard Gabelsberger.

    Luitpoldblock, Sammlung Café Luitpold, Künstlervereinigung
  • 1899

    Die Frauenbewegung

    Vom 18. bis 21. Oktober findet im Café Luitpold der Erste Bayerische Frauentag statt. Eingeladen hat der Münchner Verein für Fraueninteressen. Die Teilnehmerinnen diskutieren über den Sinn von Mädchengymnasien und fordern in einer Resolution eine Verordnung zum Schutz der Kellnerinnen. Die Veranstaltung gilt als Initialzündung für die Emanzipationsbewegung in Bayern.

    Luitpoldblock Cafe Luitpold Sammlung Café Luitpold Frauenbewegung
  • 1901

    Ping Pong im Café Luitpold

    Zimmer-Lawn-Tennis Ping Pong. Die "Leipziger" informiert ihre Leser bereits 1901 über die neue Sportdisziplin. Der Zeichner erfasst die Szene im Münchner Café Luitpold.

    Luitpoldblock Ping Pong im Café Luitpold 1901
  • 1912

    Buch- und Kunsthandlung Goltz

    Wassily Kandinsky und Franz Marc präsentieren die Ausstellung "Schwarz-Weiß“ mit Bildern von Hans Arp, Paul Klee, Alfred Kubin, Kasimir Malewitsch, Pablo Picasso und Emil Nolde in der Buch- und Kunsthandlung von Hans Goltz im ersten Stock des Luitpoldblocks.

    Verträge Goltz, 1911/1904
  • 1920

    Tabarin Luitpold

    Die prunkvollen Prinzensäle und der heroische Schlachtensaal im ersten Stock des Palastcafés haben ausgedient. Der moderne Großstädter verlangt nach Neuem. Er möchte nicht nur gut speisen, sondern auch Cocktails trinken und bespaßt werden. Diese Wünsche erfüllt das Tabarin Luitpold, das Alexander Schalk, der damalige Eigentümer des Luitpoldblocks neu einrichten lässt.

    Luitpoldblock Luitpold Tabarin Restaurant Café
  • 1928

    Vom Tabarin zu den Luitpold Lichtspielen

    Das exklusive Etablissement zwischen Jungfernturmstraße und Maximiliansplatz ist eine Mischung aus American Bar, Restaurant und Tanzlokal. Musikkapellen spielen Swing und Jazz. Doch auch das Tabarin Luitpold muss bald noch neueren Entwicklungen Platz machen. 1928 wird es geschlossen, die Luitpold Lichtspiele ziehen ein.

    Luitpoldblock Luitpold Theater Lichtspiele Filmtheater
  • 1929

    Die Luitpold Lichtspiele

    Im Luitpoldblock eröffnet am 4. November Münchens größtes Kino. Die Luitpold Lichtspiele haben 1368 Sitzplätze, eine hochmoderne Tonfilmapparatur und eine Wurlitzer-Orgel. In den 1930er und 1940er Jahren laufen Propagandafilme. Aber es feiern auch viele spätere Filmklassiker hier Premiere.

    Luitpoldblock Luitpold Lichtspiele Der Dieb von Bagdad
  • 1930

    Boulevardcafé

    Am 30. Mai eröffnet das erste Gehsteigcafé in München: Das Luitpold hatte die städtische Genehmigung erhalten, auf dem Bürgersteig Tische, Stühle und Palmen aufzustellen. Jetzt kann der Gast draußen sitzen und ein erfrischendes Getränk zu sich nehmen, ganz so, als sei er in Cannes oder Nizza.

    Café Luitpold, Boulevard Café
  • 1944

    Bombenhagel

    Nach dem 45-minütigen Bombardement in der Nacht vom 18. Dezember 1944 gehen im Café Luitpold die Lichter aus. Achtzig Prozent des Luitpoldblocks liegen in Trümmern. Dasselbe gilt für die gesamte Altstadt. Trotz der massiven Schäden geht der Betrieb des Cafés zunächst weiter, im Keller. Doch der Versuch, 1948 ein bürgerliches Restaurant in der Ruine zu etablieren, scheitert.

    Luitpold Lichtspiele, 1945
  • 1945

    Die Lichtspiele gehen weiter

    Das Luitpoldtheater hat das verheerende Bombardement relativ unversehrt überstanden. Schon im September 1945 geht der Betrieb unter der Leitung von Lonny van Laak weiter. Sie holt Weltstars wie Gina Lollobrigida, Sophia Loren, Kirk Douglas, Ingrid Bergmann und Maximilian Schell an die Isar.

    Luitpoldblock Luitpold Lichtspiele Sophie Loren
  • 1960

    Neubeginn

    Ausverkauf "Eines der berühmten Cafés der Welt versteigert seine Bestände, sogar den Parkettfussboden und die Bodenplatten", berichtet die Münchner Abendzeitung. Die Ära des Palastcafés ist passé. Die Stunde von Marika und Paul Buchner ist gekommen. Sie erwerben den Luitpoldblock samt Kaffeehaus von der Staatsbank.

    Luitpoldblock Cafe Luitpold Inhaber Marika und Paul Buchner
  • 1962

    Ein "L" für Luitpold

    Es funktioniert miteinander, gegeneinander, übereinander, durcheinander. Es ist schokoladenbraun, aber jede andere Farbe steht ihm auch gut zu Gesicht: Das geliebte „L“ versinnbildlicht seit 7. September 1962 den Luitpoldblock und das Cafe Luitpold. Es hat die Luxus-Marke aus München in die Welt hinaus getragen. Entwickelt von einem Meister der guten Form, Professor Richard Roth von der Dorland Werbeagentur München.

    Ab 1960 – als sich der Luitpoldblock in der Umbauphase befand – entwickelte Roth für das Café eine Corporate Identity, deren zentraler Bestandteil aus dem Buchstaben „L“ und aus Quadraten mit verschiedenfarbiger Unterteilung bestand. Roths Ideen für Faltschachteln mit hochgezogenen Wandungen bilden heute noch die Basis für Praliné-Verpackungen.

    Es gibt kein Produkt im Hause ohne das „L“. Das winzigste prägt die Verschlüsse an kleinen Tüten, in großen Formaten zieht es sich durchs Mobiliar – von den Fliesen im Springbrunnen bis zu den Fahnen, die vom Giebel wehen – auf Textilien und Drucksachen sind natürlich auf den Schokotalern, die die Luitpold-Torten zieren.

    Die Verbindung von Luitpoldblock und Dorland hat Klasse: Während der Luitpoldblock 1812 entstand und 1886 der Einbau des Palastcafés begann, gründete John M. Dorland in den USA, 1883, die erste Werbeagentur der Welt. 1928 ließ sich das erfolgreiche Unternehmen in Berlin nieder und weitete seine Aktivitäten nach München aus. Heute ist Dorland immer noch eine inhabergeführte Agentur innerhalb der Grey Global Group/WPP Group.

    Luitpoldblock, L Verpackungsdesign Café Luitpold
  • 1962

    American Grillroom

    Das Café Luitpold ist wieder da. Zwei Jahre Um- und Neubau haben die Kriegsspuren beseitigt und der Zukunft den Weg geebnet. Die jungen Eigentümer bringen moderne Vorstellungen mit. Sie geben den Münchnern nicht nur ihr Grand Café zurück, sondern richten auch einen American Grillroom ein.

    Cafe Luitpold, Grill Room
  • 1962

    Sündenfall

    „Oft verweile ich in entrückter Unbeweglichkeit vor den Dreierreihen Schwäbischer Apfelkuchen, Zwetschgendatschis, Othellos, Trüffel-, Sacher-, Pariser-, Mandel- und Zuger Kirschtorten, Mohnstollen, Finnischen Nusskränzen, Streusel- und Butterkuchen, und all den Spezialitäten, deren Namen allein sich schon als Meisterwerke kulinarischer Phantasie erweisen.“

    So beschreibt Loriot seine Beziehung zur Luitpold-Confiserie, die 1962 eröffnet. Eigentlich, so der Schriftsteller, Zeichner, Dirigent und Erfinder des legendären Kosakenzipfels weiter, entzünde sich seine Begeisterungsfähigkeit ja eher an „Mädchen, Möpsen und Mozart“. - „Wenn ich mich dennoch in femininer Weise für Näschereien exaltiere, beweist das nur den teuflischen Reiz, der von diesem Haus in der Brienner Straße ausgeht. Ich glaube“, regt er an, „es ist an der Zeit, die schon immer etwas unwahrscheinliche Geschichte des ersten Sündenfalls auf ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen. Es kann kein Apfel – es muss eine Luitpoldpraline gewesen sein.“

    Loriot im Café Luitpold, 1963 Luitpoldblock
  • 1962

    Hutsalon Berta Häusler

    Der Hutsalon Berta Häusler zählt seinerzeit zu den berühmten Modegeschäften in München. Die Damen der Gesellschaft, des europäischen Hochadels, Stars von Bühne und Film lieben die Haute Couture für den Kopf. Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Staatspreis 1954 krönen Würdigungen und Medaillen die Firmengeschichte seit 1908. Der Salon residiert von 1962 bis 2009 im Luitpoldblock unter der Leitung von Renate Riedl.

    Hutsalon, Berta Häusler, 1950
  • 1975

    Die erste Missoni — außerhalb Italiens

    Edler Strick aus Italien: Im November 1975 eröffnet hier die erste Missoni-Boutique außerhalb Italiens. Seither ist das Mode-Unternehmen seinem angestammten Standort im Luitpoldblock treu geblieben. Es ist Anfang der 1970er Jahre, als die Münchner Unternehmerin Elisabeth Stettmaier die Missoni-Mode auf einer Messe in Italien entdeckt. Sie ist begeistert und freundet sich mit den Firmengründern Rosita und Ottavio Missoni an. Gemeinsam entwickeln sie ein Boutiquenkonzept für den Vertrieb der exklusiven Strickwaren, die von der Presse als „tragbare Kunstwerke“ gefeiert werden. So kommt es, dass im November 1975 der erste Missoni-Flagstore außerhalb Italiens eröffnet: im Münchner Luitpoldblock. 1989 schreibt Elisabeth Stettmaier ins Gästebuch des Cafe Luitpold: „Es war eine meiner besten Ideen, Wurzeln zu schlagen im Luitpold.“ Die Mode im Schaufenster ist ein Hingucker, das Interieur der Boutique auch: Im Jahr 2001 hat Stararchitekt und Designer Matteo Thun dort Hand angelegt.

    Luitpoldblock, Chronik, Missoni
  • 1980

    Ein neues Verpackungsdesign

    Dem Prinzip der Reduktion folgend, geben die Buchners ein neues Verpackungsdesign in Auftrag. Richard Roth entwirft ein nüchternes L, aus farbigen Dreieicken und Quadraten zusammengesetzt. Roths Verpackungen wurden in die "Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich - in der Pinakothek der Moderne aufgenommen.

    Verpackungsdesign Cafe Luitpold Richard Roth Luitpoldblock
  • 1989

    Ein Palmengarten in der Innenstadt

    Der Palmengarten unter der Glaskuppel wird eingeweiht. Zur Feier des Tages überraschen Helmut Zacharias, Max Greger und Hugo Strasser das Publikum mit einem Live-Act, der als Unikat in die Musikgeschichte eingeht. Sie treten zum ersten und einzigen Mal als Trio auf.

    Cafe Luitpold, Trio Greger Strasser Zacharias
  • 2003

    Luitpold Lounge

    Die Luitpold Lounge war ein Forum für den zeitgenössischen interdisziplinären Diskurs. München hat in bester Innenstadtlage im Luitpoldblock, einem Geschäftshaus, dessen genius loci von Mode, Lifestyle und Tradition geprägt ist, ein neues Forum für den aktuellen interdisziplinären kulturellen Dialog bekommen: die Luitpold Lounge.

    Das Konzept dieses Forums ist offen. Die Luitpold Lounge ist eingebunden in den Luitpoldblock, doch die Räume ändern sich. Das macht sie so einzigartig. Sie nistet sich im Areal des Geschäftshauses dort ein, wo temporär Räume frei sind.

    Ihren Anfang nahm die von der Tochter der Eigentümerfamilie Tina Schmitz initiierte und von Elisabeth Hartung kuratierte Luitpold Lounge zu Beginn des Jahres 2003 in einem Ladengeschäft an der Ecke Brienner Straße/Maximiliansplatz. Mit einem ambitionierten Ausstellungs- und Vortragsprogramm etablierte sie sich bald als ein anregender, für interessiertes Publikum offener Ort, den der Architekt Markus Link jeweils subtil aus bestehenden Materialien gestaltet.

    Das Programm der Luitpold Lounge ist ambitioniert. Wir spüren die Themen der Zeit auf und erarbeiten konzeptionelle Projekte als Plattform für den kulturellen Diskurs der Gegenwart. International arbeitende jüngere KünstlerInnen realisieren raumbezogene Arbeiten oder zeigen multimediale Aktionen, renommierte Wissenschaftler vermitteln neueste Ergebnisse, Musiker nutzen die Räume für ungewöhnliche Konzerte, Akteure des kulturellen und ökonomischen Lebens diskutieren öffentlich.

    Das Besondere an der Luitpold Lounge ist, dass hier avantgardistische KünstlerInnen und Geschäftsleute, die intellektuelle Szene und ein interessiertes Publikum zusammentreffen und miteinander ins Gespräch kommen. Die Luitpold Lounge hat ein großes integratives Potential. Sie gibt dem kulturellen Leben Münchens eine Plattform und steht in Austausch mit überregionalen und internationalen Positionen. Sie ist ein offener Ort voller Begegnungen zwischen Menschen, Meinungen und Disziplinen.

    Luitpoldblock Kunst Kultur Luitpold Lounge Gangway Eröffnung
  • 2004

    Das Museum wird eröffnet

    Am 12. Oktober öffnet das Museum Sammlung Café Luitpold durch Marika und Paul Buchner, sowie Tina Schmitz. Hier sind Artefakte, Bilder und Literatur rund um die Geschichte des Café Luitpold ausgestellt, die das Ehepaar Buchner jahrzehntelang zusammengetragen hat. Durch ein Fenster kann man sogar den Konditoren bei der Arbeit zusehen.

    Museum Sammlung Café Luitpold
  • 2006

    Concept Store Andreas Murkudis

    Im Frühjahr präsentiert Andreas Murkudis Temporary im ersten Stock des Luitpoldblocks Dinge, die man selbst besitzen möchte. Sein Fokus liegt auf der Originalität und Qualität, nicht auf dem Markennamen. Für die Gestaltung des temporären Concept Stores ist Christian Haas verantwortlich, der ein radikales Ambiente als Plattform für das regelmäßig wechselnde Angebot der Objekte konzipiert.

    Concept Store, Andreas Murkudis, 2006
  • 2007

    Ökologie im Luitpoldblock

    Ein innovatives Energiekonzept wird von dem Energieberater Thomas Klug, dessen Unternehmen HausHochDrei auf die nachhaltige Steuerung von Gebäuden spezialisiert ist, für den Luitpoldblock entwickelt. Als erste Maßnahme wird nun mit der Kälte des Stadtbachs gekühlt. Zudem gibt es das Mobilitätskonzept SharE-Drive der BMW Foundation Herbert Quandt für die Mieter im Luitpoldblock.

    Ökologie, ShareE-Drive
  • 2009

    Umbau des Cafés

    Das Cafe Luitpold wird unter Tina und Karsten Schmitz sowie dem neuen Pächter Dr. Stephan Meier renoviert und umgebaut. Gemeinsam setzen sie die Vision eines Kaffeehauses des 21. Jahrhunderts für München um.

    Luitpoldblock, Cafe Luitpold
  • 2010

    Wiedereröffnung

    Am 9. September wird das von den Architekten Demmel und Hadler neu gestaltete Cafe Luitpold eröffnet, mit Vestibül und neu gestaltetem Verkauf sowie dem „roten“ Boulevard-Cafe. Seit der Wiedereröffnung des Kaffeehauses stehen jede Menge kulturelle Veranstaltungen auf dem Programm.

    Luitpoldblock, Cafe Luitpold
  • 2010

    Neues Design von Rose Pistola

    Die Schachteln des Cafe Luitpold, gestaltet durch das Münchner Designbüro Rose Pistola, sind längst geadelt; sie gehören zum Bestand des International Design Museums in der Münchner Pinakothek der Moderne. Rose Pistola wurde 2002 gegründet, und zwar an zwei Orten gleichzeitig: in München und in Hamburg. Seine Gründer sind und waren in der akademischen Lehre tätig und haben ein Team hervorragender GestalterInnen zusammengebracht, das für gute Ideen, für feines Handwerk und die Liebe zum Detail wie zum Experiment steht. Gemeinsam bringen sie Projekte auf den Weg - das heißt: Ideen entwickeln, Aufmerksamkeit erregen, Kommunikation herstellen. Und: Denkprozesse einleiten.

    Verpackungsdesign Cafe Luitpold Rose Pistola Luitpoldblock
  • 2010

    Projektraum Karsten Schmitz

    Die treibende Kraft, die hinter der mutigen Fortführung der langen und bedeutenden Tradition des Luitpold als Ort des künstlerischen Austauschs steht, ist Karsten Schmitz, Vorstand der Kulturstiftung Federkiel, die seit dem Jahr 2000 zeitgenössische Kunst in Berlin, Leipzig und München und Kulturprojekte in ganz Deutschland fördert. Die Stiftung Federkiel für zeitgenössische Kunst und Kultur hat ihren Sitz im Luitpoldblock und bezieht neue Räume unter dem Dach, im Salvatorplatz 4.

    Luitpoldblock Kunst Salvatorplatz Schleuse Tilo Schulz
  • 2011

    Salon Luitpold

    Die Kulturwissenschaftlerin Nan Mellinger lädt regelmäßig zum Salon Luitpold ein. Es finden Veranstaltungen zu Themen aus Kunst, Kultur, Nachhaltigkeit und Politik statt. Da philosophiert zum Beispiel die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken über Trachten und das "Dekolleté der Bavaria", der Theaterkritiker C. Bernd Sucher macht sich Gedanken, ob Anstandsregeln überholt sind, Stadtplaner diskutieren darüber welche neuen Architekturformen vorbildlich für München sein könnten und Julian Nida-Rümelin spricht mit Nathalie von Siemens über nachhaltige und menschengerechte Ökonomie.

    Luitpoldblock, Palmengarten
  • 2012

    Ein Bauwerk schreibt Münchner Geschichte

    Der Luitpoldblock feiert das 200-jährige Jubiläum. Auf die Frage nach der Entstehungsgeschichte des Luitpoldblocks würde so mancher Münchner und Tourist antworten: Mitte des 20. Jahrhunderts. Dass er schon 200 Jahre lang Geschichte schreibt und gute sowie schlechte Zeiten in der bayerischen Metropole erlebt hat, ist kaum jemandem wirklich bewusst. Heute ist der Luitpoldblock auf der Brienner Straße ein lebendiges Geschäftshaus mit exklusiver Ladengalerie und dem berühmten Cafe Luitpold. Durch zahlreiche Renovierungen, auch im technischen Bereich, zeigt sich der Luitpoldblock trotz seiner 200-jährigen Geschichte als innovativ und fortschrittlich. Dies verdeutlichen auch seine jüngsten Projekte im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit.

    Luitpoldblock, 200 Jahre Jubiläum
  • 2012

    Das Luitpold Buch — erstaunliche Geschichten und erlesene Rezepte

    Das Buch über Münchner Kaffeehaustradition seit 1888. Ein ebenso unterhaltsam wie informativ verfasster Bildband über Kaffeehauskultur von gestern und heute. Erstaunliche Geschichten, geschrieben von Jutta Göricke, Fotografien von Matthias Haslauer sowie mehr als 40 Original-Rezepte von den Köchen und Konditoren des Cafe Luitpold. Die 600 Illustrationen und Fotos fangen das Lebensgefühl ganzer Generationen von Genießern ein.

    Das Luitpold, Münchner Kaffeehaus-Tradition seit 1888. Erstaunliche Geschichten und erlesene Rezepte. Luitpold Buch Luitpoldblock Cafe Luitpold
  • 2013

    Ein Visionär für München

    Paul Buchner stirbt am 26. Juli im Alter von 85 Jahren. Das Luitpold wäre nicht, was es ist — ohne Paul Buchner. Mehr als 50 Jahre lang prägte er diesen geschichtsträchtigen Ort, als Konditormeister, Geschäftsführer und Eigentümer, und führte den Bau aus seiner historischen Tradition in die Moderne. Mit großer Leidenschaft für Kaffeehauskultur und feines Handwerk, mit viel Energie und Ausdauer machte Paul Buchner das nach dem Krieg zerstörte Haus, zusammen mit seiner Frau Marika, zu einem lebendigen Ort, zu einem Stück Münchner Stadtgeschichte. Das einst als „Palastcafé“ gerühmte Luitpold wurde dabei zu seinem Lebenswerk, wo Gastlichkeit, Muße, Zeit zum Flanieren und Verweilen stets den Takt vorgaben. Viele Kreationen der hauseigenen Konditorei, der Palmengarten und seine Geschäfte — das alles trägt Paul Buchners Handschrift, die hier unverkennbar bleibt. Denn was in Erinnerung bleibt, geht nicht verloren.

    Luitpoldblock Cafe Luitpold Paul Buchner in der Konditorei
  • 2014

    Espresso Bar

    Für die neue „Espresso Bar“ im Luitpoldblock München konzipiert Rose Pistola einen Auftritt, der vor allem die jüngere Generation auf dem Weg zwischen Universität, Kunstareal und Münchener Innenstadt zum Verweilen auf einen Espresso oder eine Schokolade einlädt.

    Die Espresso Bar ist der kleine Bruder des traditionsreichen Cafe Luitpold: Klein. Stark. Charmant. Man entschied sich, bei allen Kommunikationsmaßnahmen eine kleine Geschichte zu erzählen, die während der kurzen Auszeit innehalten oder schmunzeln lassen. Ein handschriftlich-gestischer Schriftzug prägt das Design als persönliches, authentisches Statement und wird ergänzt durch kraftvolles oder feines Handlettering. Die Schokoladen-Verpackung mutiert zum Träger individueller Botschaften, die Visitenkarte zum humorvollen Märchenerzähler. Der starke Farbkontrast Schwarz–Weiß–Rot fällt rasch auf, die unbekümmerten Illustrationen und netten Geschichten auf haptisch angenehmem, offenem Papier machen Spaß.

    Luitpoldblock, Espresso Bar
  • 2015

    Neugestaltung der Passage

    Im Oktober begrüßen wir gleich drei neue Mieter, die sich um die neu gestaltete Passage, die den Maximiliansplatz mit dem Salvatorplatz verbindet, gruppieren: Die italienische Modemarke Aspesi, den Münchner Concept Store Schwittenberg sowie Aesop, ein weltweit renommiertes Label für qualitativ hochwertige Pflegeprodukte.

    Die neu in den Luitpoldblock einziehenden Läden wurden von uns bewusst in dieser Kombination ausgewählt, weil sie unsere Strategie stützen: ein urbanes, anspruchsvolles Publikum anzuziehen, das hohen Wert auf Qualität und Stil legt. Statt Ableger großer und viel verbreiteter Ketten finden sich im Luitpoldblock ausschließlich inhabergeführte Geschäfte sowie gehobene Dienstleistungen, feines Handwerk und viele Familienunternehmen.

    In unseren Augen ist es genau diese Mischung von Konzepten, die den Luitpoldblock so unverwechselbar macht: eine spezifische, durch die Mieter und ihre Mitarbeiter geprägte Authentizität, die Zeitgeist, urbane Kultur und Innovationsfreude miteinander verbindet, ohne die Tradition des Hauses zu vergessen.

    Luitpoldblock, Passage
  • 2015

    Schmitz' Katze goes Espresso Bar

    Von September bis Dezember führte Federkiel im Luitpoldblock eine eigene kleine Espresso Bar, in der der Gast, speisend zwischen Werken zeitgenössischer Kunst, feinen Espresso, ein veganes Mittagessen oder einen kalt gepressten Saft genießen konnte.

    Durch die Wandarbeit „Tapetenraum“ der Münchner Künstlerin Leonie Felle wurde die Bar zum Gesamtkunstwerk. Gleichzeitig konnten die Gäste der Bar sich durch ein einzigartiges Showcase mit Publikationen des Künstlerinnenduos HAMMANN & VONMIER lesen. So wurde die Espresso Bar zum kleinen, fröhlichen Ort im Luitpoldblock und gern frequentierten Treffpunkt. Die Bar war für Kollegen, Nachbarn und Flaneure von Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

    Luitpoldblock, Espresso Bar goes Schmitz' Katze
  • 2016

    Shopping und Kultur im Block

    Die Eröffnung der schwedischen Mode-Marke Acne Studios schließt als viertes Geschäft die Neuausrichtung der Passage ab.

    Luitpoldblock, ACNE Studios
  • 2016

    Eröffnung des Federkiel Raum für Kunst | Bildung | Ökologie | Genuss

    Im Juni eröffnet der neue Federkiel Raum für Kunst | Bildung | Ökologie | Genuss im ersten Obergeschoss des Luitpoldblocks, direkt an den Palmengarten angrenzend.

    Federkiel, Ausstellungsansicht
  • 2017

    Tina Schmitz

    Tina Schmitz stirbt am 28. Juni im Alter von 50 Jahren. Der Familientradition folgend, ist Tina Schmitz dem Luitpoldblock treu geblieben. Schon 1989 stieg sie neben dem Studium in die Geschäftsleitung ein. Sie kümmerte sich um die Bewirtschaftung der Anlage, in der mehr als 18.000 Quadratmeter Fläche auf sechs Etagen zu bespielen sind. Sie achtete darauf, dass die Bewohner zueinander passen: Praxen, Büros, Geschäfte, das Café. Ihre Hauptaufgabe aber sah sie darin, nach dem Vorbild der Eltern dafür zu sorgen, dass der Luitpoldblock mit der Zeit geht – und mit ihm das Café, das ohne den Luitpoldblock nicht denkbar ist. Umgekehrt wohl auch nicht.

    Kurz nach der Jahrtausendwende fand Tina Schmitz, dass es an der Zeit sei, das Cafe Luitpold neu zu erfinden. Sie entwickelte nach und nach die Vision eines Kaffeehauses, das sowohl an alte Traditionen anknüpfen als auch in die Zukunft weisen sollte. „Das neue Cafe Luitpold sollte ein zeitgemäßes Kaffeehaus sein, ein Kollaborateure Ort, an dem sich viele Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft wohlfühlen“, sagte sie.

    Neben dem Luitpoldblock engagierte sich Tina Schmitz aber auch für viele andere Projekte. Im Vorstand der Stiftung Federkiel für zeitgenössische Kunst und Kultur konnte sie zudem ihr künstlerisches Interesse verfolgen. Denn was viele nicht wissen, Tina absolvierte neben einer Banklehre eine Ausbildung zur Grafik-Designerin.

    Mit der „Luitpold-Lounge“ 2003-2006 öffnete sie ein neues Forum für den aktuellen interdisziplinären kulturellen Dialog. Zudem war sie Initiatorin des Vereins Brienner Quartier, der durch Tina Schmitz zu dem inspiriert wurde, was er heute ist. Durch ihre angenehme und menschliche Art machte sie das Viertel um die Brienner Straße einzigartig und wirkte als geschätzte Ratgeberin bei den Nachbarn um den Luitpoldblock.

    Ein weiteres Projekt und vor allem Herzensangelegenheit war die Mitbegründung der integrativen Montessori-Volksschule an der Balan Straße, der Tina viel Zeit, Geduld und Unterstützung entgegenbrachte. Auf dem gleichen Gelände war Tina Schmitz Mitgesellschafterin eines Tagescafé der besonderen Art: das BalanDeli. Besonders ist hier der Spirit der Vielfalt, der sich in Ambiente, Angebot und – ganz wichtig – im Personal spiegelt, denn im BalanDeli arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, gesundes Take-Away trifft auf warme Tagesgerichte und urbane Coolness auf Gemütlichkeit. Doch daneben ist das BalanDeli ein Wirtschaftsunternehmen auf dem ersten Arbeitsmarkt! Das heißt, dass sein wirtschaftlicher Erfolg allein an der Wettbewerbsfähigkeit seines Angebotes bemessen wird, also an der Qualität des Essens und des Services.

    Tina Schmitz war eine engagierte Unternehmerin und warmherziger Mensch mit innovativen Vorstellungen und Ideen, die sie mit großem Ehrgeiz, Hartnäckigkeit und Leidenschaft umsetzte.

    Luitpoldblock Cafe Luitpold Familie Geschäftsführerin Tina Schmitz
  • 2017

    Mieterstrom

    Gemeinsam mit dem unabhängigen Münchner Ökoenergieversorger Polarstern entwickeln wir Lösungen, die uns helfen, erschöpfliche Ressourcen durch unerschöpfliche zu ersetzen. Beispielsweise unsere Photovoltaikanlage mit 120 Solar-Hochleistungsmodulen auf 195 Quadratmetern, die hoch oben auf dem Dach jährlich rund 40.000 Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie erzeugt. Dies entspricht circa dem Stromverbrauch von 16 Haushalten im Jahr. Für den Bedarf darüber hinaus beziehen wir von Polarstern Ökostrom, aus 100 Prozent bayerischer Wasserkraft. Im Sommer wird die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Luitpoldblocks in Betrieb genommen.

  • 2017

    Das Fest im Hof

    ›Das Fest im Hof‹ am Samstag den 24. Juni 2017 lädt dazu ein, dass sich unsere Mieter und deren Mitarbeiter und die so verschiedenen Gäste, Kunden und Klienten untereinander begegnen. Wir wollen gemeinsam essen, reden, sehen, denken, tanzen, spielen und lachen. Es soll ein Fest der Sinne werden, nämlich des sinnlichen Genusses.

    Luitpoldblock, Das Fest im Hof, Mai 2017
  • 2018

    Architektur im Luitpoldblock

    Die architektonische Weiterentwicklung des Luitpoldblocks beginnt mit dem Umbau des Treppenhauses Amiraplatz 3. Als Architekt konnte Kim Wortelkamp, des Leipziger Architekturbüros quartier vier, der bereits den Federkiel Raum gestaltet hat, für die Weiterentwicklung des Luitpoldblocks gewonnen werden.

    Luitpoldblock, Amiraplatz