FEDERKIEL

Raum für Kunst | Bildung | Ökologie | Genuss

Der neue FEDERKIEL Raum im ersten Obergeschoss des Luitpoldblocks, direkt an den Palmengarten des Cafés grenzend, ist Arbeitsraum, Speisezimmer und Diskursort in einem. Ein Ort für Begegnungen mit Menschen, mit Dingen und Ideen; ein Ort des Gastgebens. Hier arbeitet das Federkiel-Team an Konzepten und Projekten in den vier Feldern Kunst, Bildung, Ökologie und Genuss. Seit September 2016 findet hier die Federkiel-Reihe "talk&show" statt, die an jedem letzten Dienstag des Monats zu einem Gespräch mit mindestens einem Gast einlädt.


Aktuelle Ausstellung:

Haleh Redjaian: in sequence II

29. November 2016 bis 10. März 2017


Haleh Redjaian ist Zeichnerin. Sie zeichnet Linien auf Papier, spannt Linien auf meist weiße handgewebte Teppiche oder zieht Linien raumgreifend vor Wandflächen und durch Räume. Die entstehenden Ornamente, Raster, Muster und Ordnungen, die scheinbar fehlerfreien Systeme suggerieren eine rationale Fassbarkeit der Welt. Doch die endlosen seriellen Wiederholungen sind ersichtlich von Hand erstellt. Redjaian lässt Unsauberkeiten zu.


Auf diese Weise unterlaufen ihre Arbeiten jede rationale Erklärbarkeit, öffnen sich vielmehr poetisch ins Unvollkommene. Ordnung und spielerische Freiheit, Form- und Spieltrieb verdichten sich zu einer spezifischen Lebendigkeit. Die Betrachter brauchen Zeit, um sich in eine vermeintliche Regelhaftigkeit einzusehen und diese dann zugunsten eines sich befreienden Blicks wieder zu verlieren.


Redjaians Werk ist voller Referenzen an weiblich konnotierte Techniken wie Weben, Sticken oder Tagebuch schreiben. Ebenso offensichtlich sind die Referenzen in die Kunstgeschichte, sowohl in die orientalische Ornamentik wie in die westliche Moderne, zum Beispiel zum universellen Ansatz der Bauhaus Ikone Annie Albers oder zur ästhetischen Reduktion von Agnes Martin.


In der ebenso schönen wie strengen, seriellen wie imperfekten Formensprache der Kunst von Haleh Redjaian verbinden sich west-östliche Traditionslinien von Orient und Okzident. Allein die Selbstverständlichkeit, mit der dies geschieht, macht ihre Haltung heute (leider) überaus relevant.

ZUR WEBSITE VON FEDERKIEL


ABSCHIED NACH 5 JAHREN SALON LUITPOLD KULTUR UNTER PALMEN

Ein kultureller Treffpunkt

Im vergangenen Herbst feierte der Salon Luitpold sein fünfjähriges Bestehen: Über 60 Ausgaben "Kultur unter Palmen" präsentierten Zeitgenossenschaft jenseits des Mainstreams. Wider den Methodenzwang lautet das Credo, um interessante Menschen, Thesen, Projekte und "ideas in the making" ins Gespräch zu bringen – ob im Rahmen von Diskussionsrunden, als Vortrag, Performance oder in bewegten Bildern. Mit bayerischen und zuagroasten Gästen. Mehr als ihr Bekanntheitsgrad standen Persönlichkeit, Engagement und eine kritische Geisteshaltung im Fokus.


Als Adresse für eine niveauvolle, offene Gesprächskultur konnte sich der Salon Luitpold im besten Sinne etablieren – auch und ganz maßgeblich dank all seiner Gäste, Freunde und Partner! Und natürlich dank der Initiative, großen Unterstützung und vertrauensvollen Zusammenarbeit von Tina & Karsten Schmitz, der Eigentümerfamilie des Luitpoldblocks und Vorständen der Stiftung Federkiel, sowie von Dr. Stephan Meier, Betreiber des Cafe Luitpold.


Ein ebenso abwechslungsreiches, mitunter auch einfach genüssliches, manchmal polarisierendes Programm, wurde von Nan Mellinger und ihren Gästen im Palmengarten des Cafe Luitpold serviert. Mit ihr fand man eine moderne Salonnière, die ein zeitgemäßes Salonformat erschuf, das – wie eh und je – von der gelungenen Mischung aus interessanten und interessierten Menschen mit Sinn für genüssliche Gesprächskultur lebt. Mit Geist und Charme führte die studierte Kulturwissenschaftlerin und Philosophin, Sachbuch-Autorin und Kulturmanagerin, durch die Abende, deren Themen und Besetzung pointiert und mit viel atmosphärischem Gespür von ihr zusammengestellt wurden.


In unserem Archiv finden Sie eine Auswahl der bereits stattgefundenen Salons sowie einige Video-Mitschnitte und Hörfunkaufnahmen.

ZUM ARCHIV


Der "Salon Luitpold" in der bis hierher entwickelten Form, dessen letzte Veranstaltung im Januar 2016 stattfand, wird zunächst pausieren. Ein Kulturprogramm im Cafe Luitpold wird bis auf weiteres in Eigenregie von Dr. Stephan Meier als „Salon im Cafe Luitpold“ realisiert.

ZUM "SALON IM CAFE LUITPOLD" PROGRAMM


Foto: Salon Luitpold vom 26. Januar 2016:

Plan W – Frauen verändern Wirtschaft. Arbeiten, ohne wahnsinnig zu werden.

© Louise Aedtner


KÜNSTLERISCHE PERSPEKTIVEN

Künstlerische Perspektiven

Architektur und Kunst im Luitpoldblock

Schon vor dem großen Umbau des Cafe Luitpold durch die Architekten Demmel und Hadler holte Karsten Schmitz immer wieder die Avantgarde in den Block, bekannt unter "Luitpold Lounge". Parallel zum zeitgeistigen Geschehen eröffneten die Familien Buchner und Schmitz 2004 das kleine, feine kulturhistorische Museum Sammlung Café Luitpold. Heute sind neben Tilo Schulz Kunstwerken, Olaf Nicolai grafischer Arbeiten, Leuchtobjekte der Kasseler Designerin Hanna Krüger und Benjamin Bergmann (Kronleuchter im Vestibühl), auch stimmungsvolle Kugellampen von Jakob Hentze im Palmengarten zusehen. In den Räumen der Hausverwaltung haben weitere Künstler ihre Werke ausgestellt. 

ZU DEN KÜNSTLERN

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VERPACKUNGS
DESIGN

Verpackungsdesign von Designer Richard Roth
Dem Prinzip der Reduktion folgend, geben die Buchners ein neue Verpackungsdesign in Auftrag. Richard Roth entwirft ein nüchternes L, aus farbigen Dreieicken und Quadraten zusammengesetzt. Roths Verpackungen wurden in die "Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich - in der Pinakothek der Moderne aufgenommen.

UNSER KULTURTIPP

»Der ewige Stenz«
Helmut Dietl und sein München

Erstmals in einer großen Ausstellung zu entdecken: Helmut Dietl als Literat und als literarische Figur. Mit seinen Kultserien prägte er wie kein anderer das München-Bild der Siebziger- und Achtzigerjahre. Und er erfand eine geradezu mythische Stadt: die der legendären, von ihm liebevoll-ironisch inszenierten Bussi-Bussi-Schickeria.


Am 30. März 2016 jährte sich der Todestag des großen Filmregisseurs und Autors zum ersten Mal. Tamara Dietl, seine Witwe, stellt dem Literaturhaus nun den bislang unbekannten Nachlass mit vielen überraschenden und kuriosen Stücken zur Verfügung: darin u.a. die berühmte gelbe Chinalackdose aus »Der ganz normale Wahnsinn«.


Ausstellung des Literaturhauses München

Kurator: Claudius Seidl

Kulturpartner: Bayerischer Rundfunk

Literaturhaus, Galerie (EG)

Ausstellung: 14.10.2016 bis 26.02.2017

Öffnungszeiten: Mo-Mi, Fr 11-19 Uhr,

NEU: Do 11-21.30 Uhr, Sa/So/Feiertage 10-18 Uhr

ZUR VERANSTALTUNG

LUITPOLD LOUNGE

Luitpold-Lounge 2003

Schon vor dem großen Umbau des Cafe Luitpold durch die Architekten Demmel und Hadler holte Karsten Schmitz, Vorstand der Stiftung Federkiel, immer wieder die Avantgarde in den Block. So wurde als Zwischennutzung für ein Ladenlokal im Erdgeschoss Anfang 2003 die temporäre „Luitpold Lounge“ eingerichtet. Drei Jahre lang fanden hier, kuratiert von der Kunsthistorikerin Elisabeth Hartung, künstlerische Aktionen quer durch alle Sparten statt.

ZUR LOUNGE